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Nürnberg, 28. Juni - 23:45 Uhr
Widrige Bedingungen in Starnberg: Auf Grund eines Festes hat die Stadtverwaltung uns einen Standplatz nur in einer winzigen Gasse genehmigt – ohne jeglichen Publikumsverkehr. Unsere Rettung: Ein Besitzer einer Dönerbude bietet uns sein privates Grundstück für die Diskussionsveranstaltung an. Wir haben immer noch wenig Platz und stehen jetzt im Lärm der Hauptverkehrskreuzung – aber wir sind gut sichtbar.
Bereits frühzeitig ist der Starnberger SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Barthel (im Bild dritter von links) erschienen. Seine Kollegin Ilse Aigner, forschungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion und damit intensiv mit dem dem neuen Gentechnik-Gesetz befasst, kneift hingegen. Barthel stellt sich hinter die meisten unserer Forderungen. Allerdings will er den Forschungsanbau von Genpflanzen durch Einführung eines vereinfachten Genehmigungsverfahrens erleichtern. Er vertritt damit genau die Linie, wie sie die SPD-Verbraucherexperten in den Ländern, im Bund und in Brüssel Anfang dieser Woche beschlossen. Sie sind bereit die Kröte der erleichterten Genehmigung des Forschungsanbaus zu schlucken, wenn die Regeln für die kommerziellen Anbau bleiben bzw. verschärft werden.
Mit Barthel diskutieren viele vom Gentechnik-Anbau potentiell direkt Betroffene aus der Region: Mehrere Landwirte, Imker und eine Vertreterin der Solidargemeinschaft Starnberger Land, die sich auf den Verzicht jeglicher Gentechnik in der Landwirtschaft geeinigt hat. Sehr anschaulich berichten sie dem Abgeordneten, wie sich Agro-Gentechnik auf sie auswirken würde. Auch die Presse ist gut vertreten, darunter die Süddeutsche Zeutung und der Münchner Merkur.