Nimm mit 512.157 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
Warendorf, 27. Juni - 22:41 Uhr
Wo zum Teufel liegt Wolmirstedt? Müssen Sie nicht wissen. Es ist sehr klein und es stürmt dort. Es liegt nicht weit entfernt von Magdeburg in Richtung Uelzen. Aus Wolmirstedt kommt die Obfrau der SPD im Verbraucher- und Agrarausschuss des Bundestages. Zwar gefiel ihr ihre Karikatur nicht, diskutiert hat sie mit uns trotzdem.
Neben Waltraud Wolff waren an der Diskussion am Rande des Wolmirstedter Marktes Peter Röhrig, Gentechnik-Experte des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft und Ines Berrenrath, Bio-Imkerin aus Sachsen-Anhalt beteiligt.
Waltraud Wolff streitet im Bundestag seit langem für den Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft. Von daher war ihre Meinung klar: Natürlich sollen Gentechnik-Landwirte haften, wenn sie die Ernte der gentechnikfreien Nachbarfelder unter 0,9% mit Gentechnik belasten. Doch gleichzeitig warnt sie: Die Verhandlungen mit dem Koalitionspartner werden schwer. Doch einer Regelung, bei der sich die Situation der gentechnikfreien Landwirtschaft verschlechtert, will sie auf keinen Fall zustimmen. Ines Berrenrath konnte mehr als deutlich machen, dass Bienen sich nicht an die Mindestabstandsgebote des Bundeslandwirtschaftsministeriums halten werden. Bienen fliegen bis zu 3 km und sie übertragen in diesem Radius gentechnisch veränderte Pollen. Sie können nicht zwischen normalen Blüten und Gentech-Blüten unterscheiden. Bio-Imker werden Biobauern nicht mehr bei der Besteubung ihrer Felder von Biobauern helfen können, wenn in der Nachbarschaft Gentechnik angebaut wird.