Nimm mit 512.157 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
Potsdam, 25. Juni - 23:43 Uhr
Ein Brandenburger Tor gibt es nicht nur in Berlin, sondern auch in der brandenburgischen Hauptstadt selbt. Bei unserer Ankunft fanden wir es bereits vorübergehend mit unseren Plakaten an Katherina Reiche (CDU) und Andrea Wicklein (SPD) geschmückt. Potsdamer und Berliner Aktive hatten bereits in Eigenregie einen florierenden Infotisch aufgebaut und empfingen uns und die Potsdamer Fußgängerzonen-Flaneure mit den Köstlichkeiten der gentechnik-freien Tafel.
Um 19:00 Uhr dann im Haus der Natur die einzige Abendveranstaltung der Tour: Cornelia Behm (Bundestagsabgeordnete der Grünen), Saskia Dellwing (Bioland LV Berlin-Brandenburg) und Christof Potthoff (Gen-Ehtisches Netzwerk) diskutierten zwei Stunden mit kritischen BürgerInnen über die Lücken des neuen Gentechnik-Gesetzes - und waren sich über die massiven Probleme weitgehend einig. Die als ausgemachte Gentechnikbefürworterin bekannte Katherina Reiche wollte sich der Diskussion leider nicht stellen.
Zwei Städte mit zahlreichen interessierten BürgerInnen, Vernetzung örtlicher AktivistInnen, die wichtigsten lokalen Zeitungen jeweils vor Ort, und ein Versprechen im Namen von Peter Struck - da trübt es die Stimmung nur wenig, dass wir den Wecker jetzt auf 4:45 Uhr stellen, bevor wir erschöpft auf die Isomatten fallen.
Celle, 25. Juni - 12:40 Uhr
Zahlreiche TeilnehmerInnen an unserer Diskussionsrunde in Celle auf dem Großen Plan: Annemarie Volling (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), Rolf Meyer (SPD-Landtagsabgeordneter und in Vertretung für Peter Struck), Johannes Burchhardt (betroffener Bio-Bauer) und Uwe Schmidt-Sefferts (evangelische Kirche). Henning Otte (CDU) stellte sich nicht den Fragen seiner Wähler.
Im Zentrum der Diskussion stand die Frage der Haftung bei Verschmutzung durch Gentechnik. Rolf Meyer betonte, dass er persönlich sich strikt für einen Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft einsetze und unterstützte alle unsere Forderungen. Als Vertreter Srucks sagte er, auch Struck würde sich für eine Haftung für Gentechnische Kontamination unter 0,9% einsetzen. Wenn Struck nicht hinter dieser Forderung stünde, dann hätte es kein Fraktionspapier dazu gegeben. Auch habe er direkt mit Peter Struck gesprochen.
Wir werden am Ende des Gesetzgebungsprozesses prüfen, ob Peter Struck Wort hält.
Aus dem Publikum wurden viele interessante Fragen gestellt und die angebotenen gentechnikfreien Speisen und Getränke erfreuten sich großer Beliebtheit. Kurz vor 13 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zu unserem zweiten Stop an diesem Tag, Potsdam.