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Am 26. Juli haben rund 80 Anti-Atom-Aktive in Göttingen "Atom-Alarm" geschlagen - wie auch in rund 60 Wahlkreisen im ganzen Land. Lautstark und unüberhörbar machten sie dem FDP-Abgeordneten Lutz Knopek deutlich, dass die Menschen in seinem Wahlkreis keine längeren AKW-Laufzeiten wollen!
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Rund 80 Göttinger/innen haben heute vor dem Göttinger FDP-Büro unter dem Motto "Atom-Alarm" mit Tröten, Trillerpfeifen, Topfdeckeln Krach geschlagen bzw. auf Atomfässern getrommelt. Sie forderten den FDP-Bundestagsabgeordneten Knopek lautstark auf, sich sich bei Bundeskanzlerin Merkel, in der FDP-Bundestagsfraktion und im Umweltausschuss ds Bundestages für die Abschaltung der Atomkraftwerke einzusetzen.
Im Anschluss ergab sich noch ein ausführliches Gespräch mit Herrn Ettrich, einem Mitarbeiter von Herrn Knopek. Es war möglich Argumente auszutauschen und wir hoffen auf einen weiteren fruchtbaren Dialog.
Das Göttinger Tageblatt, das Göttinger Stadtradio, das Online-Stadtmagazin goest.de und die Nachrichtenagentur ddp, die Tageszeitungen "Neues Deutschland" und die "junge Welt" berichteten von der Aktion.
65 km von Göttingen entfernt steht das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln. In 26 Betriebsjahren haben sich dort über 200 Pannen ereignet. Bei einem Super-Gau würden Radioaktivität in wenigen Stunden Göttingen erreichen. Der Katastrophenschutz könnte aber nur pro Stunde bis zu 50 Personen dekonaminieren. Danchach wären alle Göttinger/innen erst nach 3 Monaten durchgeschleust. Auch dieses kleine Beispiel zeigt, dass die Nutzung der Atomenergie unverantwortbar ist. Die Teilnehmer/innen quittierten das mit einem lautstrarken Preif- und Trommelkonzert und wollten gar nicht aufhören.
Text von Tobias Darge, Fotos von Irene Kühn, Nina Kullrich und Stephan Knoblauch
Auch die FDP hat einige Fotos der Aktion online gestellt und entgegnet den Demonstanten mit einer Pressemeldung, in der sie Laufzeitverlängerungen als ökonomisch und ökologisch richtig verteidigt.